Der besondere Osterspaziergang 2021 - Warum es gut ist, im Wald zu baden | Österliche Resilienz

Ostern ist immer die Zeit für ausgiebige Wanderungen und Spaziergänge durch die Flure und Wälder unseres schönen Landes! In diesem Jahr sollten wir diese feine Tradition um so stärker und vor allem bewusster pflegen! Denn wir alle sehnen uns gerade jetzt nach einer gesunden Erdung, Sicherheit, Gemeinsamkeit, Frische, Ruhe, Wärme und Natürlichkeit!





Die heilende Wirkung der Natur auf den menschlichen Körper wurde in den letzten Jahren sehr gut untersucht und erforscht, vor allem in Japan, den USA oder Schweden.


Wir Deutschen hinken der internationalen Forschung in den interdisziplinären Disziplinen der Umweltpsychologie, Naturpsychologie oder Natursoziologie momentan noch hinterher. Unser Fokus der Forschung liegt eher auf dem sozialen Umfeld und dem Ausloten von Beziehungen oder Prägungen der Menschen. Daraus entstanden zweidimensionale Persönlichkeitsmodelle, die eine Mitwirkung der natürlichen Umwelt vernachlässigten.


Doch welche Bedeutung die Natur für die psychische Entwicklung hat, ist eine grundlegende wissenschaftliche Fragestellung. Natürliche Strukturen haben laut der Wissenschaftler*innen vielfältige Eigenschaften, die für die psychische Entwicklung des Menschen vorteilhaft sind. Natur ist ständig in Veränderung und bietet zugleich eine verlässliche, beruhigende Kontinuität. So erfahren wir Sicherheit und Wandel gleichermaßen in ihr. Farben und Formen regen die Phantasie an.


Ich persönlich liebe es zum Beispiel, jetzt in der Frühlingszeit die fraktalen Strukturen der Baumkronen zu genießen. Durch den Wald spazierend, verfolge ich mit meinen Augen die einzelnen Äste und Blattspitzen, versinke mit meinen Gedanken in dieser Autobahn der Natürlichkeit, stelle mir vor, wie durch diese Adern des Lebens das Wasser langsam vor sich hinströmt, kleine Tiere sich von der Rinde des Baumes ernähren und dabei ihrem Hier- und Dasein frönen. Dabei atme ich entsprechend der „parasympathischen Bremse“ ein und aus, abwechselnd Summe und Brumme ich wie ein Bär auf der Suche nach frischem Honig, schaukle dabei hin und her, bis meine Begleitung laut loslacht und wir uns mit einem selbstgemachten Eierlikör zuprosten. Das ist die beste „Medizin“ für meine Seele, ich kann abschalten, mich an natürlichen Dingen erfreuen, gedanklich mich in das Unendliche verlieren, Kraft und Energie tanken. Und das auf allen Sinneskanälen meines Ichs!


Die ungezähmte Natur bietet Freiräume, die die Sehnsucht nach Abenteuer und Unmittelbarkeit aufgreift und stillen kann. Natur ist für Menschen ein Raum, der sie nicht bewertet. Damit kann Natur identitätsstiftend und persönlichkeitsstärkend wirken.






Praktische Empfehlungen zur Anwendung des Waldbadens zur Osterzeit 2021


1. Bleibe mindestens zwei Stunden im Wald und schlendere reich