Eine kurze Reise durch das Gehirn | Ein Gehirn auf hoher See #1

14 Tage auf der MS Hamburg Richtung Buenos Aires - 12 Vorträge! - ich freue mich auf die Reise und über die Herausforderung! In meinem Blog möchte ich euch täglich mitnehmen und mit den wichtigsten Erkenntnissen des Tages versorgen.



Spice Up Your Happiness!


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15.11.2021

Heute früh um 11 Uhr Bordzeit, im Wendekreis des Krebses (astrologische Position der MS Hamburg) war die erste Veranstaltung meiner 12-teiligen Vortragsreihe „Spice Up Your Happiness – Gib deinem Leben die richtige Würze!“. Um alle Gäste auf das Thema einzustimmen, gab es als erstes eine unterhaltsame Rundreise durch das menschliche Gehirn. Die Teilnahme war hervorragend, alle waren (noch) bei Verstand und es konnte frohen Mutes losgehen. Die drei wesentlichen Aussagen des Vortrages (neudeutsch auch „Key Messages“ genannt):


  1. Jeder von uns hat ein Gehirn. Auch wenn wir manchmal daran zweifeln (müssen).

  2. Jedes Gehirn macht am Ende das, was es will. (Gut, wenn wir und andere das auch wollen.)

  3. Jeder von uns „konstruiert“ sich die Welt, wie sie ihm gefällt. (Oder glaubt, wie sie sein sollte.)


Auf meine Frage hin, was die Gäste von ihrem Gehirn während des Tages erwarten, kamen Aussagen wie: Es soll richtig denken, planen, strukturieren, sich konzentrieren, klar bei Verstand sein, usw.

Sehr schön. Aber was ist mit all den Emotionen? Unser Gehirn sollte vor allem eins haben: Freude und Lust am Dasein. Denn, so wie du dich fühlst, so denkst du auch. Und so, wie du denkst, fühlst du dich.

Meine Aufgabe für die nächsten Seetage an Bord ist damit klar definiert: Vermittlung und Training von Methoden und Techniken zur Erlangung einer real-positiven Emotionsbilanz am Abend. Mal sehen, wie weit die Gäste mir darin folgen werden.


Mein erster Tipp dazu: Nehmen Sie sich zum Abendessen einmal gemeinsam vor, nur zu Jammern und zu Klagen. Eine Stunde lang, vom ersten bis zum letzten Gang. Und dann schauen Sie einmal, wie Ihnen das Dinner schmeckt. Und wie Sie vor allem danach schlafen können (oder eben nicht). Zum Vergleich dazu versuchen Sie einmal, ein Abendessen lang nur über Gutes, Spannendes, Schönes und Erregendes zu plaudern. Sie werden es sofort für sich feststellen. In diesem Fall schmecken Ihnen all die köstlichen Kreationen auf Ihrem Teller viel feiner und wunderbarer als während der ersten Versuchsreihe. Und vor lauter Glücksmomente und Erfüllung werden Sie auch viel besser schlafen können als sonst!



Was noch geschah? Bei der Darstellung der kleinen, aber feinen Unterschiede in der Struktur und Funktionalität eines weiblichen versus männlichen Gehirns meldete sich ein Mann mit der Erkenntnis: Das weibliche Gehirn scheint beim Denken mehr Umwege gehen zu müssen, neurobiologisch und strukturell betrachtet, als das männliche. Einspruch seitens der anwesenden Damen: Das sind keine Umwege, das ist ein deutliches Zeichen von Multi-Tasking. Schließlich müssen vor allem die Frauen Familie, Haus, Garten und auch den Mann bei Form halten.



Mein Kommentar dazu: Liebe Herren, Sie wissen ja, in der Biologie kommt es nicht auf die Größe an. Man(n) muss mit dem, was uns der Herrgott geschenkt hat, nur umzugehen wissen. Aus dem Kleinsten ist in der Evolution schon so manches Großes entstanden. Und liebe Frauen, ihr seid die Gesegneten. Denn ihr habt mehr als ein Leben! Mit den Jahren ändert sich euer Hormonhaushalt spürbar und ihr habt damit die neurobiologische Grundvoraussetzung in euch, sowohl die männlichen als auch weiblichen Komponenten auszuleben! Ganz nach Gustos.


In diesem Sinne immer schön Backbord voraus, wie auf der hohen See, so auch im Leben!